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Berufe rund ums Rad nehmen Fahrt auf

Koblenz bekommt Bezirksfachklasse für angehende Zweiradmechatroniker/innen

radImmer mehr Menschen setzen aufs Rad. 2020 war das Boom-Jahr für die Fahrradbranche und es geht weiter voran. Beste Aussichten also für alle Servicedienste drumherum und für Berufsstarter auf diesem Sektor. Das dachten sich auch Stadt Koblenz, ADD, Kreishandwerkerschaft Mittelrhein, Handwerkskammer Koblenz und die Zweiradmechaniker-Innung Rheinland-Rheinhessen. Man ist sich einig: Für angehende Experten rund um alles, was zwei Reifen hat, bekommt Koblenz ab August eine Bezirksfachklasse „Zweiradmechatroniker“ mit der Fachrichtung Fahrradtechnik.


 Die Initiatoren freuen sich bereits auf den Startschuss. „Hier wurden die Zeichen der Zeit erkannt, das ist zukunftsweisend“, ist Helmut Weiler, Hauptgeschäftsführer der KHS Mittelrhein überzeugt. Der CO2-Ausstoß muss gesenkt werden. Es gilt, die Radwegenetze der Städte auszubauen. Elektrische Räder nehmen an Fahrt auf, denn sie ermöglichen auch Senioren und Menschen aus höher gelegenen Stadtteilen das Nutzen des Fahrrades. Kurz: Das Radfahren gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch in Koblenz.  
 „Da passt es natürlich bestens ins Gesamtbild, wenn wir vor Ort für den Berufsnachwuchs sorgen, der die Räder reparieren, aus- und umbauen kann“, erläutert Berufsschullehrer Hans-Werner Philippsen. An der Berufsschule Technik Carl Benz wird die Bezirksfachklasse mit dem neuen Ausbildungsjahr 2021/2022 starten.  „Das sind tolle Aussichten für junge Leute, die Zweiradmechatroniker/in werden möchten.“
 Für viele wird die Lehrzeit so einfacher. Denn wer diesen Beruf lernt, durchläuft eine duale Ausbildung. Das heißt: Der praktische Anteil wird in einem Betrieb absolviert, der theoretische in der Berufsschule. Mussten die rheinland-pfälzischen Azubis bisher für den schulischen Part nach Bitburg oder in ein anderes Bundesland fahren, wurde jetzt mit Koblenz ein Standort gewählt, der sehr gut erreichbar ist.
 Das Team der Zweiradmechaniker-Innung begrüßt es, den Prüfungsausschuss in Koblenz ansässig zu haben. Und als begeisterter Radsportler freut sich vor allem Hans-Werner Philippsen bereits auf seinen Einsatz. „Der Beruf erfährt gerade einen grundlegenden Wandel“, erklärt er. „Ob City-, Mountain-, Lasten- oder E-Bike: Die neuen technischen Möglichkeiten sind einfach faszinierend. Wir haben sehr hochwertige Materialien, alles muss leicht sein, und feinste, ausgeklügelte Technik sowohl in der Mechanik als auch in der Elektronik.“
 Wird das Fahrrad für seinen Besitzer zum Hauptverkehrsmittel, und das sei immer häufiger der Fall, soll es entsprechend bequem und leistungsfähig sein – auf hohem Niveau. Ob Lastenrad als „Mama-Taxi“, solides Citybike oder Hochleistungsrad, hier ist die Fahrradwerkstatt des Experten gefragt.


 Fazit: Berufsnachwuchs ist heiß begehrt.

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