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Brückeneinweihung Binnbachtal

Brückenplanung und -Bau der Wasserbaumeister im Binnbachtal offiziell abgeschlossen – Brücke eröffnet

bruecke 01 300Letzte Woche wurde die neue Brücke über den Binnbach zwischen Kadenbach und Eitelborn von den Ortsbürgermeister/innen offiziell eröffnet. Die Gemeinden freuten sich sehr, dass die Brücke nach über einem Jahr nun wieder begehbar ist.

Die alte Bachverrohrung mit Übergang war im März 2017 durch schwere Regenfälle so stark beschädigt worden, dass sie gesperrt werden musste. Die Verbindung zwischen den Ortsgemeinden Kadenbach und Eitelborn, eine offizielle Wanderroute und ein Natur-Entdeckungspfad waren unpassierbar. Der Brückenbau war ein Projekt der Teilnehmer des 44. Meisterkurses der Fachschule für Wasserbau in Kooperation mit dem Berufsbildungszentrums der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

bruecke 02 300Die Teilnehmer planten zusammen den neuen Übergang über den Binnbach mit der Vorgabe die natürliche Durchgängigkeit des Gewässers herzustellen. Das stieß auf große Zustimmung bei den zuständigen Umweltbehörden, weil so die natürliche Bachsohle wieder aufgebaut wurde und alle Lebewesen im und am Bach einen ungehinderten Durchgang haben. Alle Beteiligten sprachen den Wasserbauern ein großes Lob für die gelungene Arbeit aus. Nicht nur der Bach, sondern auch die Wanderer und Spaziergänger im Binnbachtal werden von dieser Maßnahme zukünftig profitieren. Ursprünglich war die Planung nur als theoretisches Projekt der Teilnehmer des Meisterkurses gedacht. Die Gruppe untersuchte zunächst das Gewässer und die Schadenssituation und das Gewässer wurde in seiner Strukturgüte bewertet. In einer Varianten Studie wurden verschiedene Bauweisen entwickelt, wie man einen neuen Übergang gestalten kann. Diese wurden dem Ortsgemeinderat von Kadenbach präsentiert und gemeinsam bewertet. Schließlich entschied man sich für den Bau der Brücke. Die 18 Teilnehmer stiegen nun in die genauere Planung ein und bereiteten die Ausschreibung sowie eine Kostenschätzungen vor. Dem Wunsch der Gemeinden folgend, wurde der Entschluss getroffen, die Baumaßnahme selbst durchzuführen. Nach der Vorbereitung des Baufeld und Entfernung der alten Verrohrung durch ein Erdbauunternehmen wurden dann an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Oktober die Ärmel hochgekrempelt: Die drei alten Schachtringe à 800 Kilogramm dienten als Fundament und wurden mit 2,5 Tonnen Beton gefüllt. Außerdem kamen 15 Tonnen Wasserbausteine zur Böschungssicherung zum Einsatz. Zusätzlich wurden aus den angrenzenden Wäldern Baumstämme zur naturnahen Gewässerbettabsicherung eingebaut. Bei der Brücke, einem 300 Kilogramm schweren Stahlgestell, handelt es sich um eine selbst entworfene moderne Stahl- Holzkonstruktion. Insgesamt wurde hier nicht mit großem Maschineneinsatz, sondern mit viel Muskelkraft gearbeitet. Immerhin brauchte es zehn Männer, um die Brücke endgültig auf die Fundamente zu setzen. Auch das Bachbett erhielt ein ganz neues Erscheinungsbild inklusive einer kleinen Furt für Pferde. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Gruppe gut zusammengeführt“, betonte einer der Teilnehmer. Die beiden Ortsgemeinden teilen sich die Gesamtkosten des Projektes, zu denen auch eine Spende an den Förderverein der Carl-Benz Schule gehört, mit der die Teilnehmer des Meisterkurses eine Abschluss- und Bildungsfahrt finanzieren werden. 

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